Einsatz #031/2024 – 07.08.2024 – 14:26 Uhr – THL Unwetter

Nach einem kurzen und starken Gewitterschauer am gestrigen Nachmittag alarmierte uns die Leitstelle um 14:26 Uhr auf die Verbindungsstraße zwischen Markt Schwaben und Pastetten. Gemeldet wurden dort auf der Straße liegende Äste.

Gemeinsam mit den Kameraden aus Pastetten erkundeten wir zunächst die Straßenteile und stellten kurz vor Pastetten eine größere Zahl an Ästen fest, die von benachbarten Bäumen auf die Straße gefallen waren. Im fahrenden Konvoi hielten wir den Verkehr so auf, dass die Besatzungen der Löschgruppenfahrzeuge die größeren Äste händisch von der Straße entfernen konnten. So mussten wir die Straße nie bis zum Stillstand vollsperren und konnten in kürzester Zeit den Verkehr wieder fließen lassen und die Einsatzstelle an die Kameraden aus Pastetten übergeben.

Nach unserem Abrücken wurde zusätzlich die Feuerwehr Markt Schwaben zur Unterstützung der Pastettener Kameraden alarmiert. Ein Ast, der auf einen Radweg zu stürzen drohte, wurde mittel der Schwabener Drehleiter entfernt.

Stichwort: THL Unwetter Baum/Ast auf Fahrbahn
Ort: St 2332, zwischen Markt Schwaben und Pastetten
Zeit: 07.08.2024, 14:26
Einsatzkräfte: Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, Mehrzweckfahrzeug, FF Pastetten, FF Markt Schwaben

Waldbrandübung im Ebersberger Forst

In einer von der Kreisbrandinspektion organisierten Übung erprobten verschiedene Feuerwehren des Landkreises am vergangenen Freitag ein Einsatzszenario im Ebersberger Forst. Um den Gefahren eines Waldbrands oder einer Brandsituation in Zukunft nicht unvorbereitet zu begegnen, erarbeiteten Kameraden aus der Kreisbrandinspektion zusammen mit den Bayerischen Staatsforsten ein Einsatzkonzept, um die Brandbekämpfung, und vor allem die Wasserversorgung im Ebersberger Forst koordiniert zu ermöglichen.

Mit den Feuerwehren aus Anzing, Forstinning, Pöring, Purfing, Parsdorf-Hergolding und Steinhöring sowie Kräften der UG-ÖEL und der Feuerwehr Poing jeweils mit Drohne wurde ein Brandszenario im Anzinger Teil des Forstes simuliert. Aufgeteilt in die Einsatzabschnitte Brandbekämpfung und Wassermanagement erprobten wir an zwei Stellen unterschiedliche Einsatzkonzepte. Im ersten Abschnitt wurde ein Flächenbrand über zwei Flanken mit C- und D-Schlauchstrecken (diese unterscheiden sich im Durchmesser des Schlauchs, und damit in geförderter Wassermenge und Agilität) angegriffen. Parallel dazu förderten wir mit unserem Tanklöschfahrzeug zusammen mit den entsprechenden Fahrzeugen der Feuerwehr Parsdorf-Hergolding und Steinhöring mit jeweils über 4000 Litern Wasserkapazität im Pendelverkehr Wasser vom Hydranten am Waldrand zur Einsatzstelle. Dort stand unser Ausgleichsbehälter mit 5000 Litern Kapazität als Puffer, um die Fahrzeuge an der Einsatzstelle über eine Tragkraftspritze weiter vorne zu versorgen.

Die Übung stellte sich insgesamt als Erfolg heraus. Das Anfahrtskonzept im Zusammenspiel mit dem Pendelverkehr funktionierte reibungslos und ermöglichte stets Fluchtwege für die Mannschaften und Fahrzeuge im Wald. Zusätzlich erprobten wir mit dem eingerichteten Pendelbetrieb, welche Wassermenge an die Einsatzstelle gefördert werden kann, damit im Einsatzfall frühzeitig nachalarmiert oder der Rückzug angetreten werden kann. Eine Situation, der wir im Ernstfall hoffentlich nie begegnen werden! Danke an die Feuerwehr Anzing für das Bereitstellen des Gerätehauses zur Besprechung und anschließenden Brotzeit!

Vier schwere Verkehrsunfälle und eine technische Hilfeleistung – einsatzreiche 48 Stunden liegen hinter uns. Dabei stimmt uns der Umstand nachdenklich, dass wir im Rahmen der Absperrmaßnahmen gehäuft verbal attackiert wurden. Diesbezüglich möchten wir Folgendes verdeutlichen:
Die Feuerwehren sperren Straßen nicht grundlos. Es geht stets um den Schutz der am Einsatz beteiligten Helfer sowie um die Gewährleistung eines sicheren Umfelds zur Rettung oder Behandlung von Unfallbeteiligten.
Wir verstehen durchaus, dass Sie morgens auf den Weg in die Arbeit keine Lust auf Umwege haben oder nach der Arbeit endlich nach Hause wollen. Aber denken Sie auch mal an uns: Egal ob nachts oder tags, wenn die Sirene schrillt, fahren wir zum Gerätehaus und anschließend mit den Feuerwehrfahrzeugen zu den Einsatzorten. Stets werden wir dabei aus unserem „normalen“ Alltag gerissen. Wir legen unsere Arbeit nieder oder unterbrechen Freizeitaktivitäten und Schlaf, um den Auftrag der Feuerwehren zu erfüllen: Retten, Löschen, Bergen, Schützen. Und diesen ehrenamtlichen und unentgeltlichen Beitrag leisten wir gerne!

Wir wollen für Sie Freund und Helfer sein und haben stets ein offenes Ohr für Ihr Anliegen. Aber nehmen Sie bitte Rücksicht, wenn wir Sie nicht durch eine von einem Unfall betroffene Straße fahren lassen können. So richten wir uns mit der Bitte an Sie, mit allen Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren sowie aller weiteren Hilfsorganisationen respektvoll umzugehen.
Berücksichtigen Sie, dass wir nur aus benannten Gründen Straßen sperren. Die Einrichtung von beschilderten Umleitungen können wir weder personaltechnisch stemmen noch sind wir hierfür zuständig.

Denken Sie beim nächsten Mal daran: Es könnten auch Sie oder Ihre Liebsten betroffen und auf unsere Hilfe angewiesen sein.

Eure Freiwillige Feuerwehr Forstinning
im Einsatz für Forstinning und Umgebung