Archiv für den Monat August 2024

Waldbrandübung im Ebersberger Forst

In einer von der Kreisbrandinspektion organisierten Übung erprobten verschiedene Feuerwehren des Landkreises am vergangenen Freitag ein Einsatzszenario im Ebersberger Forst. Um den Gefahren eines Waldbrands oder einer Brandsituation in Zukunft nicht unvorbereitet zu begegnen, erarbeiteten Kameraden aus der Kreisbrandinspektion zusammen mit den Bayerischen Staatsforsten ein Einsatzkonzept, um die Brandbekämpfung, und vor allem die Wasserversorgung im Ebersberger Forst koordiniert zu ermöglichen.

Mit den Feuerwehren aus Anzing, Forstinning, Pöring, Purfing, Parsdorf-Hergolding und Steinhöring sowie Kräften der UG-ÖEL und der Feuerwehr Poing jeweils mit Drohne wurde ein Brandszenario im Anzinger Teil des Forstes simuliert. Aufgeteilt in die Einsatzabschnitte Brandbekämpfung und Wassermanagement erprobten wir an zwei Stellen unterschiedliche Einsatzkonzepte. Im ersten Abschnitt wurde ein Flächenbrand über zwei Flanken mit C- und D-Schlauchstrecken (diese unterscheiden sich im Durchmesser des Schlauchs, und damit in geförderter Wassermenge und Agilität) angegriffen. Parallel dazu förderten wir mit unserem Tanklöschfahrzeug zusammen mit den entsprechenden Fahrzeugen der Feuerwehr Parsdorf-Hergolding und Steinhöring mit jeweils über 4000 Litern Wasserkapazität im Pendelverkehr Wasser vom Hydranten am Waldrand zur Einsatzstelle. Dort stand unser Ausgleichsbehälter mit 5000 Litern Kapazität als Puffer, um die Fahrzeuge an der Einsatzstelle über eine Tragkraftspritze weiter vorne zu versorgen.

Die Übung stellte sich insgesamt als Erfolg heraus. Das Anfahrtskonzept im Zusammenspiel mit dem Pendelverkehr funktionierte reibungslos und ermöglichte stets Fluchtwege für die Mannschaften und Fahrzeuge im Wald. Zusätzlich erprobten wir mit dem eingerichteten Pendelbetrieb, welche Wassermenge an die Einsatzstelle gefördert werden kann, damit im Einsatzfall frühzeitig nachalarmiert oder der Rückzug angetreten werden kann. Eine Situation, der wir im Ernstfall hoffentlich nie begegnen werden! Danke an die Feuerwehr Anzing für das Bereitstellen des Gerätehauses zur Besprechung und anschließenden Brotzeit!

Vier schwere Verkehrsunfälle und eine technische Hilfeleistung – einsatzreiche 48 Stunden liegen hinter uns. Dabei stimmt uns der Umstand nachdenklich, dass wir im Rahmen der Absperrmaßnahmen gehäuft verbal attackiert wurden. Diesbezüglich möchten wir Folgendes verdeutlichen:
Die Feuerwehren sperren Straßen nicht grundlos. Es geht stets um den Schutz der am Einsatz beteiligten Helfer sowie um die Gewährleistung eines sicheren Umfelds zur Rettung oder Behandlung von Unfallbeteiligten.
Wir verstehen durchaus, dass Sie morgens auf den Weg in die Arbeit keine Lust auf Umwege haben oder nach der Arbeit endlich nach Hause wollen. Aber denken Sie auch mal an uns: Egal ob nachts oder tags, wenn die Sirene schrillt, fahren wir zum Gerätehaus und anschließend mit den Feuerwehrfahrzeugen zu den Einsatzorten. Stets werden wir dabei aus unserem „normalen“ Alltag gerissen. Wir legen unsere Arbeit nieder oder unterbrechen Freizeitaktivitäten und Schlaf, um den Auftrag der Feuerwehren zu erfüllen: Retten, Löschen, Bergen, Schützen. Und diesen ehrenamtlichen und unentgeltlichen Beitrag leisten wir gerne!

Wir wollen für Sie Freund und Helfer sein und haben stets ein offenes Ohr für Ihr Anliegen. Aber nehmen Sie bitte Rücksicht, wenn wir Sie nicht durch eine von einem Unfall betroffene Straße fahren lassen können. So richten wir uns mit der Bitte an Sie, mit allen Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren sowie aller weiteren Hilfsorganisationen respektvoll umzugehen.
Berücksichtigen Sie, dass wir nur aus benannten Gründen Straßen sperren. Die Einrichtung von beschilderten Umleitungen können wir weder personaltechnisch stemmen noch sind wir hierfür zuständig.

Denken Sie beim nächsten Mal daran: Es könnten auch Sie oder Ihre Liebsten betroffen und auf unsere Hilfe angewiesen sein.

Eure Freiwillige Feuerwehr Forstinning
im Einsatz für Forstinning und Umgebung

Einsatz #30/2024 – 02.08.2024 – 08:05 Uhr – THL 1

Eine ungewöhnliche Einsatzserie setzt sich fort. Zum nunmehr fünften Einsatz seit Mittwoch ging es für uns ins Gewerbegebiet nach Moos. Gemeldet war dort eine größere Dieselspur im Straßenbereich.
Vor Ort begannen wir direkt mit dem Binden des Stoffes mit Ölbindemittel, Besen und Schaufel. Wir fokussierten uns hierbei auf die Substanzen in unmittelbarer Nähe zum Straßenablauf, um eine Verunreinigung des Wassers zu verhindern. Eine kleinere Menge musste zudem aus dem Straßenablauf entfernt werden. Aufgrund der Größe der Ölspur wurde durch die Gemeinde Forstinning eine spezielle Kehrmaschine zur weiteren Beseitigung angefordert.  
Bei weiterer Erkundung stellte sich heraus, dass auch die Auffahrt der Autobahn A94 in Fahrtrichtung München von einer Spur ausgelaufener Betriebsstoffe betroffen war, weswegen wir unsere Arbeiten dort fortsetzten. Aufgrund der unmittelbaren Gefährdung der Verkehrsteilnehmer beseitigten wir die Spur weitestgehend. Die Restarbeiten übernahm im Anschluss die Autobahnmeisterei.

Nach knapp zwei Stunden konnten wir wieder abrücken.

Stichwort: THL1, klein Straße reinigen
Ort: Forstinning Gewerbegebiet Moos, A94 Auffahrt Richtung München
Zeit: 08:05 Uhr
Einsatzkräfte: Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, Mehrzweckfahrzeug, Autobahnmeisterei