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Übungseinsatz B3 Person – 28.02.2025

Am Freitagabend, den 28.02.2025 stand für die aktiven Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Forstinning eine größere Einsatzübung an. Das Übungsszenario sah einen Kellerbrand in einem Wohnhaus mit mehreren vermissten Personen, darunter Kinder, vor. Zwei Atemschutztrupps des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs gingen zur Brandbekämpfung und Personenrettung vor. Ein Trupp übernahm hierbei die Durchsuchung des Kellers, in dem der Brand vermutet wurde, während der andere Trupp das Erdgeschoss absuchte. Im Keller wurden schnell zwei Brandherde im Heizungsraum und einem weiteren Raum festgestellt. Die Feuer wurden abgelöscht und die sich dort befindenden Personen gerettet und weiteren Kameraden übergeben. Nachdem der andere Atemschutztrupp das Erdgeschoss schnell ohne Feststellung durchsucht hatte, unterstützte dieser ebenfalls bei der Suche im Keller.
Die Trupps schafften zudem Abluftöffnungen, um das Gebäude zu belüften und so vom Rauch zu befreien.

Die Kameraden der nachfolgenden Fahrzeuge stellten die Wasserversorgung her und beleuchteten die Einsatzstelle. Zudem wurde eine Riegelstelle zum benachbarten Gebäude aufgebaut, um ein Übergreifen des Feuers zu vermeiden. Aufgrund der Menge an Verletzten und Betroffenen, darunter auch die Eigentümerin des Hauses, die ihre Kinder vermisste, wurde seitens der Feuerwehr eine Verletztensammelstelle zur Entlastung des Rettungsdienstes eingerichtet.

Nach etwa 1,5 Stunden war der Übungseinsatz abgearbeitet. Nach einer kurzen Nachbesprechung rückten wir ein und rüsteten die Fahrzeuge wieder auf. Im Anschluss stand der monatliche Floriansabend mit Speis und Trank an.

Gefahrgutübung am 20.09.2024

Vier Feuerwehren haben am vergangenen Freitag in Anzing den Ernstfall eines Säureunfalls beübt.

Bei Rangierarbeiten auf einem ländlichen Anwesen wurde eine Person von einem Anhänger überrollt und eingeklemmt. Ein mit Salpetersäure befülltes Fass schlug dabei Leck. Die Fahrerin erlitt bei einem selbstständigen Rettungsversuch Handverletzungen und war fortan benommen. Eine Passantin war hinzugekommen und zeigte ebenfalls leichte Benommenheit.

Die ersteintreffenden Trupps der Feuerwehr Anzing gingen sogleich unter Nutzung von Pressluftatmern zur Menschenrettung vor und fanden zügig heraus, dass es sich bei der austretenden Flüssigkeit um Säure handelte. Der Gefahrenbereich wurde weiträumig abgesperrt.
Mit dem Eintreffen weiterer Feuerwehren aus Markt Schwaben und Neufarn standen zusätzliche Atemschutzgeräteträger zur Verfügung. Sogenannte Schutzanzüge der Form 2 (orange „Overalls“) und Form 3 (gelbe Ganzkörperanzüge) kamen aufgrund der Säure zum Einsatz. Die Kameraden gingen zum Anhänger vor, um die eingeklemmte Person zu befreien und die Leckage am Fass zu beheben.

Wir nahmen mit unserem Spezialfahrzeug Dekon-P (Dekontamination Personal/Personen) an der Übung teil und waren mit der Dekontamination der Einsatzkräfte beauftragt. An der Grenze des Gefahrenbereichs bauten wir eine Einpersonendusche mit Wasserversorgung und Beleuchtung auf, reinigten die betroffenen Einsatzkräfte und halfen beim Ausziehen der Schutzanzüge.
Nach ca. 1,5 Stunden waren alle Einsatzkräfte dekontaminiert und die Übung wurde beendet.

Unser Dank gilt der Feuerwehr Anzing für die Organisation der Übung und der Gemeinde Anzing für die Bereitstellung der Verpflegung.

Herbstübung des BRK 2024 – Teil II

Die wohl größte Lage des Wochenendes erreichte uns gegen 19 Uhr am Samstagabend. Zunächst ging es für uns, als geplante Ablenkung durch die Übungsleitung, zu einem Erkundungseinsatz nach Salzburg bei Forstinning. In Anzing stellte die örtliche Feuerwehr, die zu einem kleinen Verkehrsunfall alarmiert war, derweil fest, dass mehr Kräfte benötigt werden. Die Anzinger Kameraden fanden einen Verkehrsunfall zwischen einem Linienbus und drei PKW an der Einsatzstelle vor. Sofort machten wir uns auf den Weg nach Anzing.

Die Lage vor Ort war zunächst unübersichtlich. Zwei PKW waren bereits durch die Kameraden aus Anzing betreut worden, sodass wir uns sofort um die Befreiung der Person im letzten PKW kümmern konnten. Der PKW steckte nach dem Zusammenstoß seitlich im Bus fest, wobei eine Insassin eingeklemmt wurde. Parallel arbeiteten drei weitere Trupps im Inneren des Busses gemeinsam mit dem Rettungsdienst, THW und Notärzten. Dort wurden die gesichteten Verletzten schnell und je nach Bedarf schonend aus dem Fahrzeug befreit. Da zunächst wenig Rettungsdienstpersonal vor Ort war, übernahmen wir, wie es in solchen Fällen üblich ist, auch die anschließende Patientenbetreuung nach Bedarf.

Die technische Rettung aus dem PKW war anspruchsvoll, wurde aber durch unsere Mannschaft schnell gemeistert. Ein plötzlich auftretender Brand an einem der bereits evakuierten Unfallfahrzeuge, forderte kurz unsere Aufmerksamkeit. Dieser wurde jedoch zügig unter Kontrolle gebracht.

Wie letztes Jahr schon, war die größte Lage der Übung anspruchsvoll, aber umso lehrreicher für uns. Ein großer Dank gilt der BRK Bereitschaft Markt Schwaben und dem Kreisverband Ebersberg, ohne deren unermüdliche Arbeit eine solche Großübung nie möglich wäre. Viele Stunden Vorbereitung machen sich bezahlt. Wir freuen uns auf die nächste Möglichkeit zusammen mit anderen Blaulichtorganisationen zu üben, damit im Ernstfall alles reibungslos abläuft!